Lothar Pieta

 

Hier ist nichts weiter.

Und es wird auch in absehbarer Zeit nichts passieren.

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Mehr ist dazu nicht zu sagen.


Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen.

Walter Scheel, FDP-Politiker,4. Bundespräsident


Wer für komplexe Probleme einfache Lösungen anbietet und anstelle von Lösungsansätzen Parolen verbreitet ist ein Vollidiot.
Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen.


Keine Religion "gehört zu Deutschland". Wohl aber die deutschen Moslems, die deutschen Christen, die deutschen Juden, die deutschen Buddhisten,...


Nation: Eine Gruppe von Menschen, die eine Sprache spricht und die gleichen Zeitungen liest

Friedrich Wilhelm Nietzschet


Nirgendwo fällt Humorlosigkeit mehr auf als beim Lachen.

Oliver Hassencamp, deutscher Kabarettistt


Warum wir mit der AFD nicht reden sollten

Seit dem Machtwechsel innerhalb der AFD hat sich die Partei offenkundig radikalisiert. Die »eurokritische Saat« von Bernd Lucke ist aufgegangen, auch wenn er die Folgen für seine Person unterschätzt hat. Dabei ist das, was die Partei jetzt ausmacht nur die logische Konsequenz aus dem Versuch der ursprünglichen Lucke-AFD, die EU mit populistischen Argumentationen zu hintertreiben. Das Agieren von Petry und von Storch ist also folgerichtig. Logisch ist auch der Versuch der Partei, in die von ihr gescholtenen Medien zu gelangen - wissend, dass sie diese Präsenz benötigen. Hier muss man der AFD leider bescheinigen, dass sie hier erfolgreich ist, da sie die Themen seit geraumer Zeit setzt. Umso wichtiger ist es, sich die Frage zu stellen, wie man ihr diese Möglichkeit wieder nimmt. Die Meinungen sind geteilt. Während eine Seite meint, die AFD in TV-Shows dekonstruieren zu können, wird andererseits die Haltung vertreten, dass man mit der Partei nicht reden darf. Und das ist richtig.

Kein öffentlicher Dialog mit der AFD - warum? Die Antwort auf diese Frage lässt sich mit der Kommunikationsstrategie der AFD leicht begründen. Während es im seriösen politischen Geschäft darum geht, für die Gesamtgesellschaft vorteilhafte Lösungen auszuhandeln, verfolgt die AFD dieses Ziel nicht. Die Zielsetzung ist vielmehr, die Medien mit dem Ziel zu benutzen, Parolen und unwahre Behauptungen zu platzieren. Es ergibt demnach keinen Sinn, einen öffentlichen Diskurs zu führen, da dieser von Seiten der AFD nicht gewollt ist. Auch hier entzieht sich die Partei einem demokratischen Grundverständnis. Dumm ist das aus Sicht der AFD nicht. Um ihre Anhängerschaft an sich zu binden und auszuweiten, reicht es aus, Präsenz zu zeigen. Es ist zur Erreichung dieses Ziels nicht notwendig, eine konstruktive Auseinandersetzung mit anderen Parteien zu führen. Im Gegenteil - es wäre kontraproduktiv.

Naiv ist es, diesen Umstand zu ignorieren und zu versuchen, den Dialog dennoch zu führen. Jegliche öffentliche Auseinandersetzung mit der AFD ist zum Scheitern verurteilt und jeder, der sich darauf einlässt, macht sich letztlich zum Helfer. Gegen reine Agitation lässt sich nicht argumentieren. Das sollte man in dieser Republik spätestens nach dem Dritten Reich begriffen haben. Aus diesem Grund kann man nur dazu raten, der AFD keine Sendezeit mehr zuzugestehen, die sie dann für ihre Propaganda missbraucht.

Die Wähler und die »Gefährdeten« Hier verhält es sich anders. So wenig angreifbar die rechtspopulistische AFD innerhalb des öffentlichen Diskurses in den Medien ist, weil sie sich dem in Wahrheit einfach nicht stellt, so sinnvoll und notwendig ist es, den Dialog mit den Wählern zu führen und Menschen, die gefährdet sind, davon abzubringen, den kruden Argumenten der AFD auf den Leim zu gehen. Dabei gilt es, die bereits »verlorenen Köpfe« konsequent zu widerlegen und sozial zu ächten. Das ist insofern auch gerechtfertigt, da sie die Gesellschaft insgesamt angreifen und zum Schaden aller hintertreiben. Das ist ihr erklärtes Ziel. Ihre Mittel sind das irrationale Schüren von Ängsten, die Umdeutung von Begriffen - zum Beispiel den der Freiheit - und das Mittel der Unterstellung (USA-abhängigkeit, Einfluss Israels, etc.). Diese rechtspopulistische Phrasendrescherei lässt sich relativ einfach aushebeln und exakt das ist auf die Aufgabe, der man sich im persönlichen Umfeld widmen kann, möchte man verhindern, dass Menschen auf die AFD hereinfallen.

http://www.metropolenmond.de/warum-wir-mit-der-afd-nicht-reden-sollten